02.04.22: Tsitsikamma National Park + Fahrt nach Wilderness

An der Küste entlang zwischen Port Elizabeth und Wilderness gibt's wirklich viele Orte oder Naturschutzgebiete, die sich für einen Stopp angeboten hätten, wir haben uns für den Tsitsikamma National Park entschieden, der ziemlich in der Mitte lag. Dort angekommen haben wir dann vom Storms River Mouth eine Wanderung unternommen, die erst "ganz normal" auf gut befestigten Wegen durch den Wald und an der Küste entlang begonnen hatte. Bald schon gelangten wir zur Suspension Bridge, die schon etwas abenteuerlicher anmutete (s.h. Foto) und schließlich ging der Weg über in einen sehr steilen, schmalen Dschungelpfad an dessen Ende wir aber dafür auch eine grandiose Aussicht hatten. Leider hatte im Laufe der Wanderung der Regen zugenommen, so dass wir am Ende ziemlich durchnässt waren, allerdings gewann die Wanderung dadurch noch mehr Regenwald-Charakter  :-)
Auf der Weiterfahrt am frühen Nachmittag kamen wir auch mal wieder an einigen ärmeren Siedlungen vorbei, was nicht nur uns sondern auch die Jungs nachdenklich stimmte (s.h. Foto, welches allerdings noch mittelmäßige Zustände zeigt) . Immerhin freuten wir uns dadurch noch mehr über unsere nächste Ferienwohnung in Wilderness, die ganz schnucklig wie ein Baumhaus direkt in den Wald gebaut war (Treedom Villa). Und ebenfalls ganz wild war auch wieder das Meer am dortigen kilometer-langen Strand, den wir am Nachmittag wieder ganz alleine erkundeten. Am spannendsten waren die großen Quallen, die die Flut überall angespült hatte. Wie üblich haben wir den Tag mit Grillen ausklingen lassen.

03.04.22: Robberg + Knysna

Nach einer sehr ruhigen Nacht haben wir uns in der Früh aufgemacht und in Plettenberg Bay erst mal einen leckeren Kaffee genossen. Von dort war es nicht mehr weit ins Robberg Nature Reserve, von dessen Parkplatz der 5,5-km lange "Witsand Trail" los ging (einer von 3 unterschiedlich langen Wegen). Und was soll ich sagen: mein Highlight! Der Weg startete auch hier wieder relativ normal und ging dann aber schnell über in einen schmalen Trail, der auf den Klippen über dem Meer durch die typisch südafrikanische Fynbos-Fauna mit allerhand unterschiedlichen unbekannten Pflanzen bei strahlendem Sonnenschein auf und ab führte. Die Kinder fanden entlang des Weges immer wieder Muscheln und Schneckenhäuser und auch der Name des Gebietes hielt was er versprach: unten im Meer sichteten wir immer wieder Robben, und nicht wenige! Nach ca. der Hälfte des Weges erreichten wir eine unglaublich steile Sanddüne, die die Jungs natürlich völlig unerschrocken im Sprint halb laufend und halb fallend hinunter gerast sind, um anschließend TATSÄCHLICH nochmal alles hinauf zu steigen um sich nochmal runter rollen zu lassen :-). Endgültig unten angekommen befanden wir uns wieder an einem fast menschenleeren Strand mit tosenden Wellen und kreischenden Möwen. Wir schlenderten barfuß am Strand entlang und erreichten einen kleinen Hügel, den wir natürlich auch hinauf geklettert sind, um dort oben bei einer wahnsinns Aussicht unsere mitgebrachte Mittags-Brotzeit zu verspeisen. Dort oben sitzend wurde uns dann auch klar, warum der Hügel "The Island" hieß: da gerade Ebbe war konnten wir den Hügel trockenen Fußes über den Strand erreichen, bei Flut würde sich dieser Strandabschnitt allerdings mit Wasser, das von rechts und links kam (s.h. Foto), füllen. Und schon hatte unsere Pause wieder etwas aufregendes, mussten wir doch unseren Hügel bis zur einsetzenden Flut wieder verlassen haben. War aber kein Problem und so machten wir uns schon bald wieder auf den Rückweg, ebenso spektakulär und aufregend wie die erste Hälfte.
Als wir am frühen Nachmittag dann vom Parkplatz aus wieder die Heimreise angetreten sind machten wir noch einen Stopp im hübschen Knysna (gesprochen: "Naisna") und hier gleich das nächste Highlight: das "East Head Cafe". Auf einer Landzunge gelegen und in die Küstenfelsen gebaut hatte man von dort eine super Aussicht sowohl auf die Knysna-Lagune als auch aufs offene Meer. Und als ob das noch nicht genug wäre gab's auch noch leckersten Schoko-Kuchen :-). Mit neuer Energie dank des Zuckers haben die Jungs auch dort danach noch ein paar Kraxeleien unternommen (während ich die Ruhe und Aussicht auf einer traumhaften Bank genossen habe), bevor es endgültig zurück nach Wilderness ging, wo wir den wunderschönen Tag bei "Salinas Beach Restaurant" ausklingen ließen. 

04.04.22: Kingfisher Trail

Heute hatten wir keine Lust auf viel Auto-fahren und so bot sich der Brown Hooded Kingfisher Trail an, der nur 5 Min. von unserer Unterkunft startete. Ein richtig verwunschener Pfad, der erst über Felder und Wiesen und dann durch den Wald und gefühlt 100 mal über den Bach führte, was jedes Mal mit etwas Stein- und Felsen-Kletterei verbunden war (mords Spaß für die Jungs, Panik für die Mama, die die Jungs jedes Mal davon schwimmen sah...). Schön war auch wieder, dass wir so ganz alleine unterwegs waren und die Natur-Eindrücke wirklich genießen konnten. Danach ging's dann zum Timberlake Village - auch gleich ums Eck, eine Ansammlung von kleinen Geschäften, Restaurants, Cafes und nem großen Spielplatz, also perfekt für die Mittagspause.
Den Nachmittag haben wir ganz gechillt an Wilderness' schönem Strand verbracht, wobei es für Martin ganz schön anstrengend war, mit beiden Jungs an der Hand den wilden Wellen zu trotzen. Irgendwann waren alle recht eingefroren (der Atlantik ist dann doch was anderes als das Mittelmeer) und haben sich dann in der Sonne aufgewärmt. Zum Glück konnte man sich da auch gut mit dem Bau von Sandburgen und Tunnelsystemen beschäftigen. Am Schluss sind wir mit unseren beiden schön panierten Jungs wieder zurück zur Unterkunft gefahren und während sich die beiden noch etwas im Trampolin austobten (und dadurch glücklicherweise schon mal einiges an Sand verloren haben) haben wir alles für unseren Grill- und Lagerfeuer-Abend hergerichtet. 

05.04.22: Mossel Bay

Für heute war ein Ausflug ins ca. 60 km entfernte Mossel Bay geplant. Dank der guten Straßen, dem vorausschauenden und rücksichtsvollen Fahrverhalten der Südafrikaner und dem Tempolimit von 120 km/h auf Landstraßen erreichten wir das nach ner guten halben Stunde und tranken dann erst mal im "Blue Shed Cafe" (s.h. Foto) einen Kaffee, wieder sehr entspannt, da für die Kids natürlich ein super cooler Spielplatz (mit echtem Schiff!) da war. Anschließend sind wir die ersten Kilometer des "St. Blaize Trails"  gewandert, erneut ein unglaublich schöner Wanderweg auf den Klippen am Meer entlang. Und hier waren die Klippschliefer besonders zutraulich ;-). Wieder zurück am Meer machte der Ort seinem Namen alle Ehre: die Jungs haben Millionen an Muscheln gesammelt und die gab's dann beim Mittagessen natürlich auch wieder als Vorspeise. Im Restaurant "Kingfisher" hatten wir übrigens nen grandiosen Ausblick aufs Meer und konnten den Surfern zusehen. Und Martin hat sogar Delfine gesehen!
Nach dem ganz pasablen Mittagessen waren wir noch im Bartolomeu Dias Museum, benannt nach dem portugiesischem Seefahrer, der 1488 als erster Europäer in Südafrika landete. Das dafür verwendete Schiff konnte dort als Nachbau sogar besichtigt werden und das angeschlossene Muschelmuseum war auch ganz interessant. Danach gab's in einer Kaffee-Rösterei (CP Roastery) mit unglaublich netten Besitzern einen unglaublich guten Kaffee und wir durften sogar das hauseigene Chamäleon streicheln. Als Abschluss unseres Ausfluges waren wir natürlich auch wieder am Strand beim Spazierengehen (Steffi), Handstand üben (Martin) und Sand spielen (Jungs).

06.04.22: weiter die Küste entlang nach Hermanus

Am nächsten Tag ging's mit Zwischenstopp am Bontebok National Park nach Hermanus...