06.04.22: Bontebok National Park + Fahrt nach Hermanus

Wieder ziemlich mittig zwischen Wilderness und Hermanus bot sich der Bontebok National Park als Zwischen-Etappe an, einem Park, der den sehr seltenen Buntbock beheimatet, den wir dann auch prompt beim Betreten des Parks gleich gesehen haben. Leider war das Wetter am Vormittag etwas durchwachsen, so dass wir nur den kurzen Trail gewandert sind. Nichtsdestotrotz sahen wir dabei recht viele von diesen gar nicht mal so kleinen gelb-gestreiften Spinnen (ähnlich unserer Wespenspinne) und etliche der Aloe-Vera-Pflanzen. Ausgehungert ging's dann im benachbarten Ort Swellendam zum Mittagessen bei "Mill & Hops" wo wir sehr lecker ganz typische Speisen wie Boboti und Chicken Pie gegessen haben (nur die Portionen waren uns zu klein ;-).
Auf der zweiten Fahr-Etappe wurde das Wetter dann immer besser, sogar mit Regenbogen, so dass wir am Nachmittag dann bei strahlendem Sonnenschein in Hermanus ankamen und unsere letzte Ferienwohnung beziehen konnten (Quaintage Cottage). Wieder hatten wir Glück und wohnten für 3 Nächte in einem ganzen 2-stöckigem Haus samt Pool. Nach kurzer Verschnauf- und Mal-Pause erkundeten wir dann noch etwas den Ort und waren sehr erfreut darüber, dass es auch hier wieder einen tollen Spazierweg an der Küste gab und wie immer mit vielen der putzigen Klippschliefer.

07.04.22: Cliff Path + Strand in Hermanus

Gut ausgeschlafen bestand das Vormittags-Programm darin, den Cliff Path entlang zu wandern. Und so machten wir uns gleich am frühen Morgen auf, den traumhaften Weg zu erkunden. Am Ende angelangt erreichten wir einen tollen, einsamen Strand und mal wieder gab's nix zu tun außer Muscheln zu sammeln (wir hatten ja erst gefühlt 5 kg) und den Mix aus Sonnenwärme und Meeresrauschen zu genießen, herrlich!
Wieder zurück in der Unterkunft gab's Straußen-Burger a la Martin auf unserer Terrasse. Den Nachmittag verbummelten wir im Ortskern von Hermanus. Zunächst am Spielplatz, dann beim Eis essen, einem Besuch im Wal-Museum und beim Souvenirs-Shopping. Und am Ende landeten wir natürlich wieder wo? Klar, am Meer. Hier gab's einen von einer Mauer eingesäumten Abschnitt, so dass sich die Wellen schon weiter draußen brachen und somit ein recht ruhiger Pool die Jungs zum Planschen einlud. Perfekt! Nach einer ausgiebigen Dusche ging's dann auch am Abend nochmal zum Essen-gehen ins Ortszentrum und wir genossen es, auch mal etwas Abend-Flair mitzunehmen.

08.04.22: Kap Agulhas

Gewohnt früh sind wir wieder aufgebrochen und ebenfalls wie immer gab's zwischendurch einen Kaffee-Stopp. Und auch hierfür haben wir wieder ein super-nettes Cafe / Restaurant (s.h. Foto) in Bredasdorp entdeckt (Bredasdorp Square), für die Jungs gab's sogar einen Babychino. Von dort war's anschließend nicht mehr weit bis zum Kap Agulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas! Dieser Punkt wird sehr eindrücklich durch einen Felsen mit entsprechender Inschrift dargestellt und an diesem Punkt treffen auch Atlantischer und Indischer Ozean aufeinander, wovon man jetzt allerdings nicht so viel mitbekommt. An diesem wilden und relativ verlassenen Ort sind wir dann etwas rumgewandert, haben gebrotzeitelt und - ganz was neues - Muscheln gesammelt. Zu besichtigen gab's auch etwas, nämlich den dortigen Leuchtturm. Man konnte ihn sogar besteigen, wobei hier ein Hinweis angebracht gewesen wäre, dass man dafür quasi senkrechte Leitern mit großen Sprossen-Abständen überwinden musste! Den Kindern hat das wieder eine riesen Gaudi bereitet, mir schlug das Herz teilweise bis zum Hals. Das wurde auch nicht besser, als wir oben angekommen dann durch die kleine Luke ins Freie kamen. Dort herrschte nämlich gefühlt Windstärke 10!! So traten wir dann doch relativ bald wieder den Rückweg an und da hatten es diese steilen Leitern erst so richtig in sich... Naja, irgendwann waren wir heil wieder unten und nach den vielen abenteuerlichen und wilden Eindrücken verließen wir am frühen Nachmittag das Kap wieder, um in unserer Ferienwohnung ein bisschen Siesta zu machen, aber auch um schon mal etwas zu packen. Nachdem die Heimreise näher rückte musste schließlich schön langsam alles in die ursprünglichen Koffer und Taschen gebracht werden um die Beutel und Tüten, die im Laufe der letzten 2 Wochen dazugekommen waren, los zu werden. Gar nicht so einfach (v.a. wegen der vielen Muscheln ;-) ).
Am frühen Abend sind wir nochmal an den Strand, um uns quasi von Hermanus aber auch vom Meer zu verabschieden. Und dieser Abschied fiel echt schwer! Zum Glück hatten wir fürs Abendessen mit dem "Lizette's" ein sehr stylisches und cooles Restaurant aufgetan, wo wir dann bei leckeren Teigfladen (südafrikanische Pizza) und Currys einen schönen Abend hatten.

09.04.22: Harald Porter Botanical Garden, Stellenbosch + Flughafen-Hotel

An unserem letzten Urlaubstag ließen wir es entspannt angehen: ein bisschen sporteln, malen und Yoga, den Rest packen und gegen halb 10 verließen wir dann unser Apartment und Hermanus. Zum Glück war unser 1. Ziel schon bald erreicht: der Harald Porter Botanical Garden. Der Botanische Garten selbst war jetzt ganz ok, richtig toll hingegen war der angeschlossene Wanderweg, der von dort schon in das Kogelberg Nature Reserve reichte und uns nochmal eine überraschende, super-schöne Tour bescherte, inkl. Affen und eigenartigen Eidechsen. Die Mittagspause verbrachten wir zwar nur an einem Rastplatz an der Straße, allerdings mit grandiosem und letzten Ausblick aufs Meer. Danach ging's nämlich weg von der Küste und Richtung Kapstadt. Unseren obligatorischen Kaffee-Stopp legten wir in Stellenbosch ein, einem recht trendigen Vorort von Kapstadt, auch bekannt durch den Weinanbau.
Schweren Herzens machten wir uns am späten Nachmittag dann auf zur allerletzten Unterkunft in Süafrika, dem Hotel Verde, nur 600m entfernt vom Flughafen. Das gute: Martin konnte schon heute den Mietwagen zurück geben und zu Fuß zum Hotel zurückkehren. Trotz der Nähe zum Flughafen war das Hotel total ruhig und idyllisch, hatte einen Natur-Badeteich, einen kleinen Wanderweg und sogar Outdoor-Fitness-Geräte. Auch das Restaurant ließ keine Wünsche übrig und irgendwann ging's dann in den beiden Doppelzimmern relativ früh ins Bett.

10.04.22: Heimreise

Um 5:20 klingelte der Wecker und nachdem die letzten Utensilien in den Koffern verstaut waren kam auch schon der Zimmer-Service und hat netterweise unser Gepäck nach unten in die Hotel-Lobby gebracht, so dass wir um Punkt 6 bereit waren für den Start des Frühstücks-Buffets. Leider hatten wir nur ne halbe Stunde Zeit, denn um 6:30 fuhr sehr pünktlich das (kostenlose) Shuttle zum Flughafen ab. Dort angekommen reihten wir uns mit den vielen anderen Urlaubern ein in die Check-in-Schlange für unseren Lufthansa-Flug, der uns wieder direkt, allerdings dieses Mal tagsüber in 11 Stunden nach Hause brachte. Natürlich war der Nacht-Flug bei der Anreise besser, allerdings auch teurer und so hatten wir wenigstens genug Zeit, ausgiebig in unseren zahlreichen, wunderbaren Urlaubs-Erinnerungen zu schwelgen. Püntklich um 19:30 landeten wir in München und zum Abschluss durften die Jungs sogar noch dem Kapitän im Cockpit "Servus" sagen :-)